Dom St. Martin

Der 1000-jährige Dom, erbaut unter Erzbischof Willigis, vereint alle Baustile. Er steht nicht frei, sondern ist an drei Seiten von Häusern umgeben, die sich an ihn schmiegen und ihm so zu sagen eine Fassung geben. Der Mainzer Dom ist eine romanische Doppelchoranlage mit zwei gewaltigen Turmgruppen, je drei Türme im Osten und im Westen. Eingebetet zwischen den Domhäusern liegt an der Nordseite der Haupteingang des Domes. Das gewaltige Portal ist aus Bronze und stammt aus der Zeit von Erzbischof Willigis. Es zeugt von der Machtfülle der Mainzer

Abgebildet ist die Frontansicht des Doms zu Mainz. Das Bild zeigt den Hauptturm mit Portalen und die beiden kleineren Seitentürme.
Erzbischöfe. Der heutige Eingang aus der Barockzeit ist wesentlich kleiner und befindet sich direkt linker Hand des Willigisportals. Vorbild für den Mainzer Dom war der alte Petersdom in Rom, der Hauptaltar steht bis heute im Westen. Von dem ersten, dem so genannten Willigisdom ist fast nichts mehr erhalten. Er brannte am Vorabend seiner Weihe im Jahre 1009 ab.
Viele weitere Zerstörungen durch Feuer und durch Kriege hat der Dom erlebt.
Im 2. Weltkrieg war die Zerstörung verhältnismäßig gering, wenn man bedenkt, dass die Stadt zu mehr als 80 % zerstört war. Große Schätze hat der Dom nicht mehr, aber er gibt noch immer Zeugnis von der Bedeutung des ehemaligen Erzbistums, nicht zuletzt durch die große Anzahl der bischöflichen Grabdenkmäler, die sich an den Pfeilern des Langhauses und im Westquerhaus befinden.

Maße des Doms:
Länge: innen 109 m, außen 113 m
Mittelschifflänge: 53 m
Mittelschiffbreite: 13,50 m
Scheitelhöhe des Mittelschiffs: 29 m
Gesamthöhe des Westturms: 82,50 m

Wir verlassen den Dom wieder durch das Hauptportal.

Die Abbildung zeigt den Grundriss des Doms. Richtungsbau nach Osten bestehend aus Mittel- und Seitenschiffen, Altar und Chor.
Auf dem Markt wenden wir uns nach rechts Richtung Liebfrauenplatz und freistehender Domostfassade.

Die Ostfassade des Domes steht seit derZerstörung der Liebfrauenkirche 1793

frei. Die unteren Mauerteile sind aus der Willigiszeit. Die neuromanischen Turm-abschlüsse entstanden erst nach 1870. Die Höhe der östlichen Treppentürme beträgt 55,50m.

Auf dem Liebfrauenplatz ist durch eine etwa mannshohe Mauer der ehemalige Ostchor der Liebfrauenkirche angedeutet. Sie wurde 1793 zerstört und 1807 restlos abgetragenen. Seit der Umgestaltung der Domplätze 1975 findet sich hier wieder ein Hinweis auf die Kirche.

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